Die Weihnachtsreise führte uns nach Algerien
Am Abend des 27. Dezember 2025 landeten wir in Algier, dort wurden wir von unserem Reiseleiter Yazid abgeholt. Am nächsten Tag fuhren wir nach Tipasa. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir das Grab des Christen, ein grandioses Grabhügeldenkmal, das für die numidische Königsfamilie aus dem 1. Jahrhundert bestimmt war. Dann ging es weiter nach Cherchel, wo wir das Museum mit einer Fülle von Skulpturen aus der klassischen Antike anschauen konnten. Der Höhepunkt des Tages war Tipasa, eine punisch-römische Stadt, am Meer gelegen, mit Amphitheater, Thermen und Überresten der größten christlichen Basilika Afrikas. Gegen Mitternacht ging es per Flugzeug in die Oasenstadt Timimoun, deren Altstadt aus Gebäuden aus rotem Lehm im sudanesischen Stil gebaut ist.
Nach dem morgendlichen Spaziergang durch die engen Gassen der Kasbah, machten wir einen Ausflug in die umliegenden Dörfer an den Ufern des Shebka mit Besichtigung einer Höhle und Besteigung einer Burg. Am Abend erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang in der Dünenlandschaft der Wüste Sahara. Am nächsten Tag fuhren wir mit Polizeibegleitung durch die Wüste Sahara in die Oasenstadt El Golea. Dort Besuch der Kirche und des Friedhofs, in der Charles de Foucauld, ein Priester und großer Gelehrter der Tuareg Sprache und Kultur, begraben ist. Von der Burg Golea aus hatte man einen schönen Blick über die Stadt mit den mehr als 180.000 bewachsenen Palmen.
Am Silvestertag ging die Fahrt weiter mit Polizeibegleitung durch die Wüste Sahara bis nach Ghardaia, sie ist die Oasenhauptstadt der Pentapolis. Am Nachmittag Besichtigung von El Atteuf, einem der fünf befestigten Dörfer im Mz`ab Tal. Am Abend Silvesterparty mit Musik im Hotel. Am nächsten Tag Rundgang in Ghardaia und Marktbesuch. Nach dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang durch zwei andere Dörfer im Mz`Tal. Diese Dörfer, die auf den höchsten Hügeln des Tales liegen, bilden ein prächtiges mittelalterliches Zeugnis und werden mit einem aufragenden Minarett gekrönt. Besonders interessant war das Kennenlernen der arabischen Kultur. Am Abend Flug nach Algier und am nächsten Tag nach Constantine, die auch die Stadt der Hängebrücken genannt wird. Nach dem Mittagessen machten wir einen Stopp beim alten Bahnhofsgebäude, dann brachte uns der Bus zu einem Hügel, wo das Kriegerdenkmal steht- zum Gedenken an die im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten (Moslems, Christen und Juden). Von dort aus genoss man den Blick über die ganze Stadt. Nachher gingen wir zu Fuß über die Hängebrücke der Rhumelschlucht in die Altstadt bis zum Hotel. Die Rhumelschlucht ist durch Einsturz der Decke der ehemals unterirdisch fließenden Rhumel entstanden.
Am nächsten Tag Abfahrt nach Timgad, eine vom Kaiser Trajan im Jahr 101 n.Chr. gegründete Stadt. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte vollständig vom Saharasand bedeckt und erst 1881 begannen archäologische Ausgrabungen. Jedes Gebäude erinnert an die Macht Roms, der Trajanbogen, das Ost- und Westtor des Marcus Aurelius, die Thermen und die Bibliothek. Besonders beeindruckend war das Museum mit seinen prachtvollen Mosaiken. Weiterfahrt nach Setif, dort Abendspaziergang durch die Stadt.
Am nächsten Tag ging es nach Djemila, eine Kulturstadt, die im nördlichen Hochland des Atlasgebirges auf einer Höhe von 900 m liegt. Dort gab es Tempel, Triumphbögen, Basiliken, Wohnhäuser und im Museum ein Reichtum an Mosaiken zu sehen. Der krönende Abschluss war Algier, die weiße Stadt am Meer. Zuerst Besichtigung des Luxushotels (5 Sterne) El Djazair, mit prachtvollen zeitgenössischen Mosaiken. Im Befreiungsmuseum konnten wir eine beeindruckende Dokumentation der Kolonialzeit sehen. Dann ging es durch die Kasbah, wie die Altstadt genannt wird. Der Höhepunkt der Stadtbesichtigung war der Besuch der Djamaa El Djzair Moschee, sie ist die größte in Afrika und die drittgrößte auf der Welt. Bis zu 120.000 Gläubige haben darin Platz und in der Bibliothek sind eine Million Bücher. Sie wurde 2019 fertiggestellt und 2024 eröffnet. Es ist ein interessanter Bau, der zum größten Teil von den Chinesen finanziert wurde.
Es war eine schöne, erlebnisreiche Reise mit einer Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, die unter dem Schutz des UNESCO Kulturerbes stehen.