Reiseberichte

Umbrien im Herbst

Am Sonntag, 26. Oktober klingelte der Wecker wieder einmal sehr früh: die Umbrien-Reise mit dem ASM stand an. Also raus aus den Federn und schnell zum Abholort. Unser erstes Ziel - Passignano am Trasimeno See - bezauberte viele von uns: über steile Treppen ging es hinauf zur Festung, von dort aus bot sich uns ein herrlicher Blick über die Dächer des Ortes und auf den See. Nach dem Mittagessen in einem Restaurant am See ging es weiter nach Todi, wo unsere Reiseleiterin vor dem Trosttempel, einem imposanten Renaissancebauwerk, auf uns wartete. Natürlich schauten wir uns die Kirche gleich an. In den 5 Tagen in Umbrien lernten wir die Vielfalt dieser Region kennen. Umbrien ist reich an Städten bzw. Ortschaften, die auf Hügeln erbaut wurden, so Todi, Orvieto, Perugia, Spoleto, Montefalco und Spello, um nur jene zu nennen, die wir besucht haben. Diese Städte haben meist einen mittelalterlichen Stadtkern, oft sind die Stadtmauern noch gut erhalten, wie zum Beispiel in Montefalco und Spello. Die Städte haben auch sehr schöne zentrale Plätze mit beeindruckenden Palästen und Kirchen, die die weltliche und die religiöse Macht symbolisieren. Sehr harmonisch wirkt die Piazza del Popolo in Todi mit den großen Treppenaufgängen zur Kathedrale und zum Palazzo del Popolo. Imposant sind auch der gotische Dom von Orvieto mit den Mosaiken an der Fassade und die Kathedrale von Spoleto. Abseits der Zentren hat mich vor allem die von Pinturicchio gestaltete Baglioni-Kapelle in Spello beeindruckt. Viele Völker und Herrscher haben in Umbrien ihre Spuren hinterlassen. Abwechselnd stößt man auf Spuren der Umbrer, Etrusker und Römer, die Auseinandersetzungen zwischen Papsttum und weltlicher Herrschaft haben die Geschichte der Region stark geprägt. In Umbrien haben viele bekannte Künstler gewirkt: Perugino, Pinturicchio, Piero della Francesca, um nur einige wenige zu nennen. Ihre Werke, die wir in Kirchen und Kapellen oder in Museen wie z.B. der Nationalgalerie von Umbrien in Perugia bewundern konnten, wurden uns von Barbara, unserer Reiseleiterin, eingehend erklärt. Ihr profundes Wissen über die Kunstgeschichte faszinierte uns täglich von Neuem. Umbrien beeindruckt aber auch durch seine schöne Natur. Abwechselnd fährt man vorbei an Weinbergen, Olivenhainen, Wäldern, an ebenen und hügeligen Landschaften. Die Färbungen des Herbstes und das schöne Wetter trugen dazu bei, dass wir die Landschaft in vollen Zügen genießen konnten. Und weil es schon um den Genuss geht: Natürlich haben auch das gute Essen und der gute Wein zum Gelingen der Reise beigetragen. Die umbrische Küche hat allen geschmeckt, besonders das letzte Essen im Frantoio Nunzi wird allen als ausgezeichnet in Erinnerung bleiben. Etwas müde, aber reich an schönen Eindrücken und rundum zufrieden kehrten wir nach Südtirol zurück.